TOURENWAGEN-PROFI ANDREW JORDAN: ICH LIEBE DEN GERUCH VON VERBRANNTEM GUMMI, KLEINE LÖCHER IN ÄLTEREN AUTOS UND BRÜLLENDEN MOTORSOUND

14.02.2019

DER HISTORISCHE MOTORSPORT IST ZU EINEM LEBENSSTIL GEWORDEN

Andrew Jordan ist im internationalen Automobil-Rennsport kein Unbekannter: Der Engländer begann seine Motorsport-Karriere im Rallycross, wechselte wenig später in den Tourenwagensport und gewann 2013 die Britische Tourenwagen-Meisterschaft (BTCC). Nach dem Verkauf des eigenen Rennteams 2014 haben sich Andrew, Vater Mike und die gesamte Crew von „Andrew Jordan Racing“ neu aufgestellt und widmen sich heute dem Restaurieren von klassischen Rennwagen. Heute arbeiten Andrew Jordan und Motul im Bereich des historischen Motorsports zusammen. Wir haben uns mit Andrew in seiner klinisch sauberen Werkstatt getroffen.

Andrew, die meisten Leute kennen dich als passionierten Racer und ehemaligen BTCC-Champion. Ist dein Engagement im historischen Motorsport der nächste Schritt in deiner Karriere?

Mein Vater Mike hat sein eigenes Rennteam über 30 Jahre lang aufgebaut und geführt. 2013, nach dem Sieg der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft, haben wir uns die Frage gestellt, was unser nächstes Ziel sein sollte. Wir haben uns kontinuierlich weiterentwickelt und mehr und mehr Interesse an historischen Rennautos entwickelt. Während der Rennsaisons lief das Restaurieren von historischen Rennwagen immer auf kleiner Flamme. Ab 2014, als wir uns entschieden, das Team zu verkaufen, war unser neues Business nicht mehr aufzuhalten. Heute haben wir unseren 24. Neuaufbau abgeschlossen – dank unseres fantastischen und ambitionierten Teams von Mechanikern, die immer danach streben, sich selbst zu übertreffen. Wir haben eine nette Bandbreite an klassischen Rennwagen, von Austins bis hin zu Lotus Cortinas und Porsche 911.
 

DER HISTORISCHE MOTORSPORT IST ZU EINEM LEBENSSTIL GEWORDEN

Wie ist die Zusammenarbeit mit Motul zustande gekommen?

Wir sind große Fans des Goodwood Revival Events und fahren dort auch seit einigen Jahren. Die Organisatoren haben uns Motul vorgestellt. Weil beide Seiten Petrolheads sind, ist der Funke übergesprungen und wir haben angefangen zu besprechen, inwieweit wir zusammenarbeiten können. Wir sind bereits Rennen mit verschiedenen Lotus Cortinas und Austins gefahren. Aktuell verwenden wir exklusiv Motul Schmierstoffe und Bremsflüssigkeiten für all unsere Restaurierungsprojekte. Wir sind wirklich stolz darauf, Botschafter für diese bekannte Marke auf allen Rennstrecken und den zahlreichen historischen Veranstaltungen, bei denen wir dabei sind, zu sein.

Wie ist die Zusammenarbeit mit Motul zustande gekommen?

Habt ihr gemeinsame Werte?

Tatsächlich könnte man sagen, dass wir die gleiche Leidenschaft für Historisches teilen, darüber aber nicht vergessen, moderne Technik mit einfließen zu lassen. Wir vermischen unsere modernes Rennsport-Hintergrundwissen mit dem Restaurationsbusiness. Wir wollen die Optik der Autos beibehalten, wenn es aber um die Performance geht, dann nutzen wir moderne Technik, um das Ergebnis zu verbessern. Unser Rennerfahrung motiviert uns, weiter zu gewinnen! (lacht).

Habt ihr gemeinsame Werte?

Das Interesse am Classic Cars Business steigt weiter an. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Wir sind erst seit wenigen Jahren im Historischen Motorsport, aber in der Tat nimmt das Interesse zu. Viele Leute sehen das als Investment-Option, kaufen einen historischen Rennwagen, haben großen Spaß, ihn zu fahren und verdienen am Ende sogar Geld damit. Auf dem Klassiker-Markt herrscht auch weniger Wettbewerb. Außerdem stehen die Türen des Marktes offen, sodass neue Kontakte zwischen Gleichgesinnten geknüpft werden können.

Das Interesse am Classic Cars Business steigt weiter an. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Wie wichtig sind Partnerschaften und ein Fokus auf Ergebnisse?

In unserem Geschäft werden Partnerschaften immer wichtiger. Du kannst Wissen austauschen und im Vergleich zu Renn-Teams gibt es weniger scharfen Wettbewerb und mehr Zusammenarbeit. Letzten Endes wollen wir natürlich alle gewinnen. Aber während meiner BTCC-Zeit hatte ich eine wirklich schlechte Woche, wenn ich am Wochenende davor ein Rennen verloren hatte. Ergebnisse waren wichtiger als Spaß. Das ist im historischen Motorsport nicht der Fall. Du fährst einfach raus, um Spaß zu haben. Unabhängig vom Ergebnis fährst du anschließend mit einem fetten Grinsen im Gesicht nach Hause. Man könnte es einen Lebensstil nennen, eine brüderliche Leidenschaft für Technik, die unsere Art von Geschäft bestimmt.

Wie wichtig sind Partnerschaften und ein Fokus auf Ergebnisse?

Wie wichtig ist moderne Renn-Technologie?

Es ist wichtig, dass sich die Technologie weiterentwickelt. Aber ich mag auch die einfachen Sachen. Aber ja, wir nehmen es ernst, weil wir gewinnen und uns weiter verbessern wollen. Wenn ich mich zwischen einem modernen Formel-1-Rennen und einem alten Rennen entscheiden müsste, würde ich mich definitiv für das alte entscheiden. Die alte Formel 1 spricht mich mehr an als die neue, die schon etwas steril geworden ist. Ich liebe den Geruch von verbranntem Gummi, kleine Löcher in älteren Autos und brüllenden Motorsound. Wo der moderne Rennsport für mich zu einem Beruf geworden ist, ist der historische Motorsport wirklich zu einem Lebensstil geworden.

Wie wichtig ist moderne Renn-Technologie?

IG: andrewjordanracing
Twitter: @andrewjordan77

© Jakob Ebrey / Goodwood Revival

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