CATERHAM 275R: AUTOFAHREN IN SEINER REINSTEN ART

23.08.2019

Anfang dieses Jahres gab Motul seine OEM-Partnerschaft mit Caterham Cars Ltd. bekannt. Caterham baut simpel aufgebaute, Leichtbau-Sportwagen, die ein ungefiltertes Fahrerlebnis bieten. Dieses aus eigener Hand zu erleben konnten wir kaum abwarten. Eine lange Fahrt von Brüssel nach Imola über die österreichischen Alpen war hierfür die perfekte Gelegenheit.

CATERHAM 275R: AUTOFAHREN IN SEINER REINSTEN ART

Rückblick auf die Wurzeln von Caterham

Im Wesentlichen stellt Caterham nur einen Autotyp her, den Caterham Seven, jedoch mit verschiedenen Leistungsmerkmalen. Die Version, die wir in unsere Hände bekommen haben, war der Caterham Seven 275R, ein Auto, das sich in der Mitte der Caterham-Palette befindet - nicht das leistungsstärkste, aber sicherlich auch nicht das Basismodell. Es wurde mit R-Trimm geliefert, was bedeutet, dass es jeglichen Schnickschnack besitzt, den man sich in einem Auto wie diesem wünschen kann. Bevor wir in das neue Auto eintauchen, könnte es interessant sein, auf seine Wurzeln zurückzublicken.

Der Caterham Seven ist ein direkter Nachfolger des Lotus Seven, dem Sportwagen, der von Lotus Colin Chapman als perfektes Auto für die Rennstrecke oder das Heizen über Feldwegen entwickelt wurde, ohne zusätzlichen Luxus, der nur zusätzliches Gewicht verursachen würden. Der 1957 erschienene Lotus Seven war ein Erfolg, weshalb Lotus ihn bis 1972 baute. In diesem Jahr wollte sich Lotus jedoch mehr auf seine Premium-Sportwagen wie den Lotus Elan konzentrieren. Dieser Plan beinhaltete, dass Lotus die Rechte zum Bau des Lotus Seven an einige seiner Agenten verkaufte. Eines davon war Caterham. Der Caterham, den wir heute betrachten, ist vom Lotus Seven Series 3-Auto abgeleitet, aber nach 45 Jahren Entwicklung teilt er nur wenige oder gar keine Teile mit dem ursprünglichen Lotus. Das Wesen von Chapmans Idee ist jedoch dasselbe geblieben. Wusstet ihr auch, dass seit seiner Veröffentlichung jeder Caterham als Bausatz erhältlich ist, den man selbst bauen kann? Wer also ein Talent für Schraubenschlüssel hat, kann schon beim Bau Freude an seinem Auto haben.

Rückblick auf die Wurzeln von Caterham

Schwer zu beschreiben

Wie würden wir einen Caterham jemandem beschreiben, der keine Ahnung hat, um was für ein Auto es sich handelt? Ein Space-Frame-Chassis mit angeschraubten Karosserieteilen. Motor vorne montiert, angetriebene Räder hinten. Zwei Sitze, ein Lenkrad, drei Pedale und ein Schalthebel und keine elektronischen Assistenzsysteme in Sicht. Das Dach und die Türen sind optional. Alles, was ein Sportwagen ohne Ablenkung braucht, um es zu beschweren. Pures Autofahren auf das Grundlegendste reduziert.

Schwer zu beschreiben

Doppelte Größe, doppelter Spaß

Der Caterham Seven 275R ist möglicherweise die perfekte Spezifikation, um herauszufinden, worum es bei Caterham geht. Der 275R war mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Ford-Sigma-Saugmotor ausgestattet, verbunden mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe mit kurzem Schaltweg. Unser Auto war mit dem optionalen 310-Tune ausgestattet, was bedeutete, dass der Ford-Block jetzt 147 PS statt 135 PS leistet. Das hört sich nicht nach viel an, aber wenn ihr feststellt, dass das Auto nur 540 kg wiegt, bekommt man ein Leistungsgewicht, das im Verhältnis das eines Porsche 911GTS übertrifft. Die Zahlen sind nicht das einzige, was für den 275R spricht: Es ist die Erfahrung, die dieses Auto so besonders macht. Jeder Kilometer, den wir auf unserer Reise zurücklegten, war ein Erlebnis. Ohne jegliche elektronische Unterstützung, liefert jede einzelne Bewegung, die mit dem Lenkrad oder den Pedalen ausführt wird, eine ungefilterte Rückmeldung des Autos.

Es klingt wie ein Klischee, aber schon nach wenigen Kilometern fühlt man sich eins mit dem Auto. Unser Auto hatte das optionale R-Pack, welches das Sperrdifferential für eine bessere Stabilität beim Rausbeschleunigen aus der Kurve sowie eine bessere Kontrolle beim Abdriften des Hecks beinhaltet. Es bietet auch ein Erlebnis, das in modernen Sportwagen oft übersehen wird: die Zufriedenheit einer perfekt ausgeführten Kurvenkombination. Da der Caterham ohne Assistenten ausgestattet ist, liegt alles beim Fahrer. Beim Herunterschalten mit der perfekten Fersen- und Zehen-Technik in eine Kurve fahren, so spät wie möglich bremsen, ohne, dass ein Rad blockiert, und aus der Kurven-Gegenlenkung heraussteuern, wobei das Heck des Autos nur ganz leicht ausschert - das ist eine Befriedigung, die in modernen Autos nicht mehr möglich ist. ABS verhindert das Blockieren der Räder, das Schaltwippen-Automatikgetriebe führt perfekte Schaltübergänge aus und das Traktionskontrollsystem hält Sie gerade oder bietet ein leichtes Rutschen beim Verlassen der Kurve. Beim Caterham liegt es jedoch ganz bei einem selbst.

Der Caterham 275R ist also eine Maschine, die den doppelten Spaß eines durchschnittlichen Sportwagens und gleichzeitig ein ungefiltertes Fahrerlebnis bietet. Und haben wir erwähnt, dass es weniger als die Hälfte der Autos kostet, die es übertrifft?

Doppelte Größe, doppelter Spaß

   

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