Markus Mayer: Eine Vespa leistet mehr als man denkt

23.08.2018

In 80 Tagen um die Welt

Es hört sich vielleicht so an, als ob alles schon einmal gemacht wurde, aber es ist immer noch eine große Herausforderung, besonders wenn man es auf einer Vespa macht. Moped-Fahrer und Weltenbummler Markus Mayer erzählt uns alles. Wir haben ihn per Video interviewt, als er mit einer Fähre in Seoul, Südkorea, unterwegs war.

 

In 80 Tagen um die Welt

Wie bist du auf die Idee gekommen?

Nun, 1962 fuhren Antonio Veciana und Santiago Guillen in 79 Tagen auf einer Vespa um die Welt. Vor einiger Zeit habe ich mich mit Antonio angefreundet und er erzählte mir all diese Geschichten über die Reise, also beschloss ich, das Gleiche zu tun und so viel wie möglich auf einer Vespa zu fahren. Ich habe es in 80 Tagen gemacht, weil ich nicht mit ihnen konkurrieren wollte. Der größte Unterschied war, dass sie mit zwei Jungs auf einer Vespa gefahren sind, während ich alleine bin. Kein Support-Truck, nichts.

Warum eine Vespa?

Weil ich schon immer ein großer Vespa-Fan war. Ich habe sieben Stück und habe seit Jahren viele tolle Abenteuer mit ihnen auf der ganzen Welt erlebt. Die Leute denken normalerweise, dass der Roller ein kleines Fahrrad für die Stadt ist, aber als die Vespa zuerst entwickelt wurde, war sie eigentlich für lange Strecken und Familienausflüge in die italienischen Alpen gedacht. Ich wollte auch darauf hinweisen, dass man mit einigen recht einfachen Tools viel erreichen kann. Und ich mag es, den Cross-Country-Fahrer auf ihren großen fetten BMW GS1100 Adventure Bikes genau das vor Augen zu führen. Sie haben es so einfach und bequem, aber sie können das alles auch auf einer Vespa machen.
 

Markus Mayer: Eine Vespa leistet mehr als man denkt

Erzähl uns von Deiner Vespa.

Die Vespa, die ich gerade fahre, ist eigentlich eine indische Kopie eines Bajaj Chetak Classic. Es ist ein 150cc-Roller, aber während dieser Fahrt musste ich den Zylinder zweimal wechseln, so dass es an bestimmten Punkten mal eine 125er und  mal eine 170er war. Es ist ein gutes Bike für diese Reise, weil ich ziemlich schnell reisen kann, bis zu 110 km / h, obwohl es jetzt ein wenig langsamer mit der Ladung ist.

Apropos Fracht, Sie haben keinerlei Unterstützung. Wie viel kannst du auf deiner Vespa tragen?

Ich trage all meine Campingausrüstung, ungefähr fünf Liter Benzin (weil die Vespa nur einen 7-Liter-Tank hat) und viele Ersatzteile, weil ich oft meine Reparaturen in der Mitte von Nirgendwo ohne zusätzliche Teile durchführe.

Markus Mayer: Eine Vespa leistet mehr als man denkt

Wie würdest du diese Reise so weit zusammenfassen und wie viel hast du noch vor dir ?

Es war hart. Bisher habe ich vierzehn Länder (Spanien, Frankreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Türkei, Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan und Russland) und 18.800 Kilometer auf meinem Roller gemacht. Ich habe noch ungefähr 9.000 mehr zu fahren. Als nächstes überquere ich San Diego, wo meine zweite Vespa auf mich wartet. Dieser bleibt hier und nachdem ich die USA durchquert habe, werde ich nach Spanien reisen, wo ich meinen dritten Roller habe warten lassen, bis ich in Madrid ankomme.

Was war bisher die größte Herausforderung dieser epischen Reise?

Die Straßen und andere Verkehrsteilnehmer waren besonders in Russland am härtesten. Es gibt Löcher in der Straße, die meinen ganzen Roller verschlingen könnten, und einige Fahrer machen auch einige alberne und potenziell tödliche Manöver. Jeden Tag auf der Straße in Russland hatte ich mehrmals am Tag Angst um mein Leben. In Kasachstan war die Hitze besonders hart. 46 ° C ist einfach zu viel.
 

Markus Mayer: Eine Vespa leistet mehr als man denkt

La Vida Vespa

Und was war dein Lieblingsmoment?

Das war vor ein paar Tagen. Nachdem ich zwei Kontinente überquert hatte, kam ich in Wladiwostok an und sah den Ozean wieder. Es war ein emotionaler Moment, und ich war so erleichtert, dass ich tatsächlich ein paar Tränen vergoss. Vor allem nach einem super harten Tag auf der Straße, 630 Kilometer an einem Tag und fast dreimal getötet. Ich war so glücklich, dass ich es hinter mir hatte.

Verfolgt Markus und seine Abenteuern folgen auf:

 

http://la-vida-vespa.com/ und via Facebook: https://www.facebook.com/LaVidaVespa

 

 

 

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